Stressfraktur des Radius durch Kettlebelltraining – ein Fallbericht

Wehrmedizinische Monatsschrift 7/2016

Stressfraktur des Radius durch Kettlebelltraining – ein Fallbericht

Zusammenfassung
Hintergrund: Stressfrakturen sind klassische Überlastungsreaktionen des knöchernen Bewegungsapparates, welche in ihrer Ausprägung vom knöchernen Ödem bis zur kompletten Fraktur reichen und in der Mehrzahl der Fälle an der unteren Extremität auftreten. Deutlich seltener, da biomechanisch aufgrund der Schwerkraft geringer belastet, ist die obere Extremität und der knöcherne Brustkorb von solchen Stressfrakturen betroffen. Nicht selten wird diese mögliche Differenzialdiagnose daher insbesondere initial nicht in Betracht gezogen.

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Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2/2016

Hilfe im Einzelfall und Forderungen im Grundsatz

Am 1. Juli 2015 hat Generalarzt Dr. Bernd Mattiesen die Aufgaben als Beauftragter für einsatzbedingte posttraumatische Belastungsstörungen und Einsatztraumatisierte im Bundesministerium der Verteidigung übernommen. Im Interview spricht Generalarzt Dr. Mattiesen über seinen Aufgabenbereich und die Herausforderungen, die ihn begleiten. Das Gespräch führten Gertraud Assél als Verlags­leiterin des Beta-Verlages und Oberstarzt Dr. Kai Schmidt, Chefredakteur der Zeitschrift WEHRMEDIZIN UND WEHRPHARMAZIE (WM).

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Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2/2016

Schuss- und Explosions-Register am ­Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz

Bei der Vorbereitung für einen Übersichtsvortrag zum Thema „Blast-Injury – das besondere Polytrauma“ für die 20. ARCHIS-Tagung in 2012 war festzustellen, dass das Datenmaterial bezüglich eigener Einsatzverletzter und der Kohorte der Schuss- und Explosionsverletzten, die am Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz in den vergangenen Jahren behandelt wurden, nicht systematisch erfasst wurde. In Eigeninitiative der Abteilung XIV wurde daraufhin der Aufbau eines Schuss- und Explosions-Registers (S Ex Reg) begonnen.

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Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2/2016

Aus der Forschung in die Praxis

Eine große Anzahl der jährlich über eine Million eingebrachten Implantate in der orthopädischen Chirurgie werden wieder entfernt, weil sie zu unerwünschten Reaktionen führen. Der Re-­Eingriff ist stets mit potentiellen Risiken verbunden: Es können Gefäß- oder Nervenschädigungen auftreten, ebenso stellen Narkose und eine mögliche Infektion potentielle Gefahren dar, abgesehen von den auftretenden Schmerzen beim Patienten und den (durchschnittlich bis zu drei) Tagen der Abwesenheit vom Arbeitsplatz. Allein die Kosten für diese Materialentfernungen werden auf mehr als 500 Mio. € in Deutschland geschätzt. Neuartige Implantate machen einen Zweiteingriff obsolet.

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Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2/2016

Military Health System

Military Health System

Das amerikanische Military Health System stellt als weltweit größter Sanitätsdienst die sanitätsdienstliche Versorgung der Streitkräfte im gesamten Spektrum des Auftrags sicher und ist darüber hinaus ein umfassendes Gesundheitssystem für alle seine Leistungsempfänger [1].

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Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2/2016

Abdominelle Notfallchirurgie

Abdominelle Notfallchirurgie

Abdominelle Verletzungsmuster in militärischen Konflikten haben sich über die Jahrzehnte verändert. Standen im 2. Weltkrieg noch Schussverletzungen im Fokus der Militärchirurgie, so hat sich mit zunehmender Asymmetrie der Konflikte und der Einführung der persönlichen Schutzausstattung für Soldaten das Verletzungsmuster hin zu Explo­sions­traumen mit Schwerpunkt Extremitäten- und Kopf/Hals Verletzungen verschoben (Abb. 1).
Stumpfe abdominelle Traumen werden unter Umständen auch erst durch das Tragen einer Schutzausrüstung verursacht. So entsteht das „Behind Armor Blunt Trauma“ (BABT), wenn hohe lokale Energien, beispielsweise beim Auftreffen von eines Hochgeschwindigkeitsgeschosses auf eine Schutzweste, auf dahinter liegende Strukturen in Form einer Druckwelle flächenhaft verteilt werden [2].

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Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2/2016

Der Weg bis zum Führer einer Einheit

Der Weg bis zum Führer einer Einheit

Kompaniechef im Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst „Ostfriesland“ (Kdo SES), ein vorläufiger Höhepunkt und eine einzigartige Herausforderung für mich als Soldat, Apotheker und Lebensmittelchemiker. Die Führung einer Kompanie, die jederzeit, weltweit die sanitätsdienstliche Unterstützung deutscher Einsatzkräfte sicherstellen kann, will von Herzen gelebt und solide vorbereitet sein.

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Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2/2016

Zahnmedizin 2.0

Zahnmedizin 2.0

Die Rolle der modernen Zahnmedizin hat sich in den letzten 20 Jahren gravierend gewandelt. Handelte es sich bis kurz vor dem Milleniumwechsel noch vielfach um eine Fachrichtung im Sinne eines „Reparaturbetriebes“ kariös erkrankter Zähne, so spielen heute aufgrund gesicherter Erkenntnisse über gegenseitige Wechselwirkungen der Mundhöhle mit dem restlichen Organismus insgesamt zunehmend biologische Aspekte eine gewichtige Rolle. Diese Aspekte führen auch zu einer zunehmenden Verzahnung mit anderen Fachrichtungen der Humanmedizin. Aufgrund der teilweise gemeinsamen Behandlung anatomisch unmittelbar benachbarter Strukturen hat die Kooperation mit der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie schon eine lange Tradition. Letztlich ist es der Zahnarzt, der bei umfangreichen Gesichtsverletzungen und großflächigen oralen Tumoren einen durch die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie chirurgisch oft sehr aufwändig behandelten Patienten mit einem entsprechenden Zahnersatz kaufunktionell und ästhetisch rehabilitiert.

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Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2/2016

Das adaptierte modulare ­gefäßchirurgische Ausbildungskonzept für den Einsatzchirurgen

Das adaptierte modulare ­gefäßchirurgische Ausbildungskonzept für den Einsatzchirurgen

Mit inzwischen 12 % hat der Anteil schwerer Gefäßverletzungen bei Verwundung im militärischen Einsatz in der letzten Dekade dramatisch zugenommen.
Die Bundeswehr trägt diesem veränderten Verwundungsprofil Rechnung, in dem ein modulares gefäßchirurgisches Ausbildungskonzept zur Kompetenzerweiterung des Einsatzchirurgen entwickelt wurde.
Dieses sieht neben zwei modellbasierten Gefäßnahtkursen den ASSETT-Kurs sowie Life-­tissue-Training vor. Abgerundet wird dieses Curriculum durch eine zwölfmonatige klinische Verwendung aller angehenden Einsatzchirurgen in gefäßchirurgischen Abteilungen. Um eine ausreichende OP-Kapazität für eine erfolgversprechende Ausbildung zu ermög­lichen, ist eine Zusammenarbeit mit „high-­volume-Häusern“ sinnvoll.

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Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2/2016

Einsatz patientenindividueller Instrumente

Einsatz patientenindividueller Instrumente

Posttraumatische Arthrosen sind ein häufiges Krankheitsbild. Häufig betroffene Gelenke sind Schulter, Ellenbogen, Sprung- und Kniegelenk. Im Bereich des Kniegelenkes kommt es in 21 % bis 42 % der Fälle nach Fraktur oder Kniebinnenschaden zur Ausbildung einer Arthrose [1]. Die Therapie posttraumatischer Arthrosen ist von der Lokalisation und dem Schweregrad der Arthrose abhängig. Im fortgeschrittenen Sta­dium insbesondere bei Kniegelenksarthrosen kommt die Implantation einer Endoprothese in Betracht. Das funktionelle Outcome dieser Patienten ist häufig schlechter als das bei Patienten, die eine Kniegelenksendoprothese aufgrund einer Gonarthrose implantiert bekamen [2]. Für die Prothesenoperation ist bei posttraumatisch veränderter Anatomie die Anwendung etablierter intra- oder extramedullärer Ausrichthilfen für die Positionierung der Schneideblöcke mitunter limitiert.

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Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2/2016

Radiologisches Know-how im Einsatz- Heute und morgen

Radiologisches Know-how im Einsatz- Heute und morgen

Die Bedeutung der Röntgendiagnostik für das Militär wurde früh erkannt. Bereits am 8. Februar 1896, wenige Wochen nach der Erstpublikation von Wilhelm Conrad Röntgen zu den X-Strahlen, erließ der deutsche Kaiser die Order zur Einrichtung eines Röntgen-Kabinetts für das Garnisonslazarett No. 1, dem heutigen Bundeswehrkrankenhaus Berlin. Bereits 1898 wurden Röntgengeräte im Amerikanisch-spanischen Krieg eingesetzt. Um die Jahrhundertwende sind mobile Röntgeneinrichtungen auf Fuhrwerken im Einsatz.

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Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2/2016

Einsatz extrakorporaler Lungen Unterstützungssysteme zur Therapie schwerer Gasaustauschstörungen

Einsatz extrakorporaler Lungen Unterstützungssysteme zur Therapie schwerer Gasaustauschstörungen

Die Bestandteile des respiratorischen Systems lassen sich vereinfacht in pulmonale und extrapulmonale Anteile unterscheiden. Störungen an jeweils einem oder auch die Kombination von Störungen beider Anteile können zur akuten respiratorischen Insuffizienz führen. Die unterschiedlichsten Ereignisse, sowohl direkte als auch indirekte Lungenaffektionen, können ein akutes Lungenversagen auslösen. Beispiele für die unterschiedlichsten Auslöser sind in Tabelle 1 dargestellt.

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Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2/2016

Die Doppelkronenprothese

Die Doppelkronenprothese

Die Versorgung mit rein zahngetragenem, konventionellem herausnehmbarem Zahnersatz scheint bei der reinen Sichtung der aktuellen wissenschaftlichen Literatur zu dieser Thematik „außer Mode“ gekommen zu sein. Auch bei stark reduzierten Lückengebisssituationen beherrscht die Implantatprothetik sozusagen die „Schlagzeilen“. Ohne Frage hat die Implantologie die Therapieoptionen erheblich erweitert und so werden heute in Beratungsgesprächen immer auch implantatgetragene Therapieoptionen mit dem Patienten diskutiert.

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Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2/2016

Vom Berufsanfänger zum Facharzt

Vom Berufsanfänger zum Facharzt

Einen Artikel über die die chirurgische Weiterbildung verfassen zu dürfen ist immer eine ambivalente Ehre. Schließlich ist jeder chirurgisch Tätige ein Experte in diesem Thema, da er jahrelang weitergebildet wurde und folglich eine fundierte eigene Meinung zum Thema besitzt. Dies ist ein Unterschied zur Behandlung von beispielsweise Schussverletzungen mit Beteiligung supraaortaler Gefäße, ein Thema mit eher kleinem Expertenkreis.

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Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2/2016

Chirurgische Notfallmaßnahmen bei ­Extremitätenverletzungen

Chirurgische Notfallmaßnahmen bei ­Extremitätenverletzungen

Die Notfallversorgung von Extremitäten ist wichtiger Bestandteil modernen Traumamanagements mit dem Ziel des funktionellen Extremitätenerhaltes durch fallabhängig komplexe Kombinationseingriffe an Weichgewebe, Knochen, Gefäßen und Nerven. Sie ist repräsentiert in den Ausbildungscurriculae PHTLS® und ATLS®, obgleich sie im Sinne des „ABCDE“ –Algorithmus selbstverständlich regelmäßig zeitlich und in der Priorität erst nach den Maßnahmen zur Sicherstellung der Vitalfunktionen adressiert werden („life before limb“).

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Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2/2016

Neuordnung der Führungsrollen im ­Fachbereich Zahnmedizin

Neuordnung der Führungsrollen im ­Fachbereich Zahnmedizin

Mit der Aufstellung des Kommandos Sanitätsdienst der Bundeswehr im Zuge der Neuausrichtung des Sanitätsdienstes wurden Aufgaben des ehemaligen Führungsstabes des Sanitätsdienstes im Bundesministerium der Verteidigung von der ministeriellen Leitungsebene auf die oberste nachgeordnete Ebene abgeschichtet und Aufgaben des Sanitätsführungskommandos und des Sanitätsamtes der Bundeswehr zusammengeführt. Die Unterabteilung III Zahnmedizin nimmt die fachliche Führungsrolle im Fachbereich Zahnmedizin ein. Im vorliegenden Beitrag werden deren Aufgaben und Strukturen vorgestellt.

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Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2/2016

Die thorakale Notfallchirurgie

Die thorakale Notfallchirurgie

Thorakale Verletzungen sind für ca. 10 - 25 % der traumarelevanten Todesfälle verantwortlich und stellen die dritthäufigste Traumafolge bei schweren Verkehrsunfällen nach Schädel-Hirn- und Extremitätenverletzungen dar. In Deutschland überwiegt in 95 % das stumpfe Thoraxtrauma. Wenn auch in der Inzidenz ansteigend, sind hierzulande penetrierende Thoraxverletzungen eher eine Seltenheit. Von diesen 5 % handelt es sich in knapp 2 % um Stichverletzungen, in 0,6 % Schussverletzungen und in 2,6 % um andere Entitäten.

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