05.03.2024 •

Früher: schmerzhafte Alveolitisstreifen – heute: SOCKETOL

Interview mit Zahnarzt Henning Riße aus Westerkappeln (ca. 13km westlich von Osnabrück) über besser informierte Patienten, seine Arbeitsphilosophie und die Dry-Socket-Paste SOCKETOL

Henning Riße aus Westerkappeln (Nähe Osnabrück)
Henning Riße aus Westerkappeln (Nähe Osnabrück)
Quelle: lege artis Pharma GmbH + Co. KG

Sie haben eine eigene schöne Praxis in optimaler Lage eines Einkaufszentrums. Wie beschreiben Sie Ihre derzeitige Situation?

Ich habe die alteingesessene Praxis, welche über 40 Jahre hier in Westerkappeln bestand, 2015 übernommen und bis 2019 am alten Standort weitergeführt. Nachdem mir ein Investor einen Platz im neu gebauten Geschäfts- und Ärztehaus anbot, vollzogen wir vor 4 Jahren den Umzug in das moderne Einkaufszentrum. Diese Entscheidung fiel uns auch nicht schwer, da das alte Haus sehr verbaut war und man dieses nicht mehr behindertengerecht umbauen konnte. Jetzt verfügen wir über eine moderne Praxis mit 6 Behandlungszimmern, einem gut ausgestatteten Labor und haben sogar noch Platz für einen weiteren Kollegen, den ich gerne mit ins Boot holen möchte.

Parkplätze sind ja auch zahlreich vorhanden!

Ja, das stimmt. Das sagen uns auch viele Patienten, die ebenerdig zu uns kommen können. Im Nachgang gehen viele noch einkaufen, das ist wirklich geschickt und wird gut angenommen. Der Umzug hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Auf was sind Sie spezialisiert?

Wie auch schon der Vorgänger, machen wir sehr viel Zahnersatz. In unserem Zahnlabor sind 2,5 Techniker angestellt, mit Putzkraft besteht unser Team aus 13 Personen. 

Machen Sie viel im Praxislabor selbst oder geben Sie auch viel außer Haus?

Wir versuchen natürlich viel selbst zu machen. Das Einzige, was sich für uns nicht lohnt, ist das Fräsen, das geben wir außer Haus. Das heißt: 3D-Scan ja, Fräsmaschine nein. Bei den Fräsmaschinen geht die Technik einfach viel zu schnell weiter. Wenn man sich eine Fräsmaschine kauft, ist diese schon nach einem halben Jahr veraltet.

… Ihre eigene Handschrift ist durch die eigene Konstruktion der Arbeiten aber trotzdem enthalten, da diese nach Ihren Qualitätsstandards ausgeführt werden und die Fräsmaschinen dies umsetzen.

Ganz genau.

Haben Sie eine eigene Arbeitsphilosophie oder wie würden Sie Ihre Arbeitsweise beschreiben?

Was mir wichtig ist – und das merkt man auch im Team – dass hier ein angenehmes Klima herrscht. Wir haben die letzten Jahre durchweg sehr viel zu tun gehabt und lassen uns trotzdem nicht aus der Ruhe bringen. Wir versuchen auch jeden gleich zu behandeln, egal ob Privat- oder Kassenpatient. Natürlich behandeln wir nach den neuesten Standards, sei es mit Laser, Scannern oder maschineller Wurzelkanalaufbereitung - wir haben alles da. Lediglich ein 3D-Röntgengerät fehlt, da reicht uns das Gerät von 2019, weil wir chirurgische Spezialfälle in die Hand von Kieferchirurgen geben. 

Wie würden Sie Ihre Praxis beschreiben?

Wir sind eine bodenständige Familienpraxis mit starker Auslegung auf Zahnersatz, wobei wir den Zahnersatz nie forciert haben. Den Schwerpunkt Zahnersatz hatten wir schon immer und das spricht sich dann auch herum.

… ein guter Zahnersatz ist ja auch Goldwert.

Genauso ist es.

Wie würden Sie Ihre Patienten beschreiben und was ist Ihnen bei den Patienten wichtig?

[überlegt] Gute Frage: Heutzutage sind die Patienten deutlich anspruchsvoller, gerade die jüngeren…

…, da diese sich im Internet deutlich besser informieren?

Das auch, ja. Wenn man mal meine Kollegen von früher sieht, die hatten große „Narrenfreiheit“ und „konnten machen was sie wollten“. Ob es ihnen geschadet hat oder nicht, darauf kam es nicht so an. Heutzutage kannst du nicht mehr wie damals arbeiten. Die über 70-jährigen Patienten kennen diese alte Schule sicher noch. Die heutige Generation könntest du so aktuell nicht mehr behandeln, die würden dir scharenweise davonlaufen. Wir legen daher unseren Schwerpunkt auf zufriedene Patienten und versuchen diese schonend zu behandeln.

Sind die Patienten heute fordernder?

Sie sind aufgeklärter, auch aufgrund des Internets. Online-Termine und Webseiten gehören daher zum Standard eines modernen Zahnarztes. Über eine schlechte Bewertung im Internet brauchten sich die Zahnärzte von früher keine Gedanken zu machen [lacht]. Wir versuchen, trotz Stress, Patienten nett und gut zu behandeln. Mir ist es wichtig, dass sich die Patienten auch vernünftig benehmen und nett sind.

… ein freundliches Miteinander also?!

So ist es.

Welche Anforderungen haben Sie an die eingesetzten Materialen in Ihrer Praxis?

Es muss natürlich funktionieren, einfach zu applizieren sein und das Preis- und Leistungsverhältnis muss stimmen. Man muss schon sagen, dass wir auch den wirtschaftlichen Druck spüren. Wir können nicht immer alles an Patienten weitergeben, das macht meine Klientel einfach auch nicht immer mit.

Sie verwenden einige Produkte von lege artis, was schätzen Sie besonders daran?

Egal was ich von lege artis verwende, ob Cp-CAP, ORBAT oder SOCKETOL, es funktioniert einfach und man hat gleich die volle Wirkung. Und das sage ich jetzt nicht nur, weil wir dieses Interview führen: Die letzten Tage hatte ich mehrmals eine Alveolitis nach Zahnextraktion mit SOCKETOL behandelt - und die Patienten kommen am anderen Tag und es ist schon viel besser. Das ist ja das was wir wollen. Es funktioniert wirklich gut. 

Wann setzen Sie das SOCKETOL ein und wie verwenden Sie es?

Hauptsächlich bei einer Alveolitis nach Zahnextraktion, wenn das Blutkoagulum zu schnell zerfallen ist und die trockene Alveole vorliegt. Ich selber hatte es zum Glück noch nicht, aber es müssen echt extreme Schmerzen sein, das berichten mir die Patienten durchweg.

Manchmal frisch ich die Wunde mit einem scharfen Löffel noch mal an, je nachdem wie es aussieht im Mund. Dann appliziere ich das SOCKETOL von unten heraus aus der Tiefe der Wunde, bis zur Hälfte oder dreiviertel voll. Zur Stabilisierung und Abdichtung lege ich meist oben noch einen Streifen darauf, ganz klassisch mit Zinkeugenol-Paste.

Jeder Zahnarzt hat ja auch seine eigene Arbeitsweise… Wichtig ist, dass das Produkt hält was es verspricht.

… wie gesagt, sagen die Patienten nach einer halben Stunde oder Stunde, dass es sich schnell bessert. Je nachdem wie die Wunde aussieht, wiederhol ich es die Folgetage. Meist kommen die Patienten zwei oder drei Mal, da kommen wir meist schon gut damit hin.

Manche benutzen SOCKETOL auch prophylaktisch, wenn ein Zahn gerade gezogen wird und applizieren SOCKETOL direkt …

[fällt ins Wort] Gut, dass Sie es sagen, das habe ich natürlich auch schon gemacht. Gerade wenn man die Entzündung schon im Röntgenbild entdeckt oder wenn der Patient im Vorfeld schon Beschwerden hat. Dann mache in den Zahn raus und spritze SOCKETOL unten rein und lege einen Tupfer oben drauf… und ab nach Hause. Klar, da kann man dann nicht wirklich gut einschätzen wie gut es wirkt – da wird es auch gut wirken – aber der Patient hatte dann noch nicht die Beschwerden, deswegen weiß man es nicht genau. Aber da mache ich es natürlich auch, gerade wenn ich im Röntgenbild sehe, dass da ein “Ei“ an der Wurzelspitze dran ist, eine Entzündung an der Wurzelspitze oder schon einen Zahnlockerungsgrad, dann spritze ich das auch gerne rein.

Dafür ist die dry-SOCKET-Paste auch gedacht, entweder kurativ oder prophylaktisch. Klar ist auch, dass der Effekt bei einer präventiven Anwendung schwer zu quantifizieren ist. Wichtig ist aber, dass das Ziel erreicht wird und der Patient zufrieden und möglichst schmerzfrei ist.

Also bei der Alveolitis kann ich es bestätigen, dass es super funktioniert. Direkt nach der Zahnextraktion kann man es allerdings schwer quantifizieren, aber da wird es auch wirken, davon gehe ich aus [lacht].

Was ist das Alleinstellungsmerkmal von SOCKETOL?

Man kann SOCKETOL einfach super einfach anwenden und durch die Spritzenform extrem gut in die Wunde applizieren. Die Konsistenz ist gut und wenn man SOCKETOL appliziert, hat man das Gefühl, dass es sich in der Alveole ausdehnt, sich „verkeilt“ und fester wird. Ich habe auch schon verschiedene andere Arzneimittel benutzt, aber bei SOCKETOL ist die Wirkung einfach genial – so schnell wie bei SOCKETOL kriegt man es sonst nicht in den Griff.

Das freut mich zu hören…

[Fällt ins Wort] Und es ist ja auch eine schmerzhafte Geschichte für die Patienten. Früher haben wir klassische Streifen in langer Form „reingehauen“ und das ist dann für die Patienten auch äußerst unangenehm - keine schöne Behandlung. Und selbst mit Betäubung ist eine trockene Alveole oft noch extrem schmerzhaft, weil man die entzündliche Stelle nicht so gut betäubt bekommt. Mit SOCKETOL geht das wirklich gut. 

Wie haben Sie von SOCKETOL erfahren?

Ich selber habe SOCKETOL von einem Kollegen empfohlen bekommen und kann es jedem Zahnarzt nur weiterempfehlen.

Wenn Sie Produktmanager von lege artis wären, würden Sie an dem Produkt etwas ändern?

Von meiner Seite aus besteht kein Verbesserungspotential.

Vielen Dank für das Gespräch!

Gerne.


Das Interview führte Pharmareferentin Ulrike Birkoben


Früher: schmerzhafte Alveolitisstreifen – heute: SOCKETOL
Quelle: lege artis Pharma GmbH + Co. KG

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Deutschland

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